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Neue BSV Studie „’Schwierige’ Mitarbeiter

03.05.2011 | ZSL | Denise von Graffenried | Schweiz

Ein Seil mit einem KnotenEine neue Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen zeigt unerwartete Erkenntnisse zu den Schwierigkeiten, die Arbeitsgebende und die IV mit Arbeitsnehmenden mit „schwierigem“ Charakter haben.

Wie Pro Mente Sana heute veröffentlicht, zeigt eine neue Studie, des Bundesamtes für Sozialversicherungen, durchgeführt von Niklas Baer und Ulrich Frick unerwartete Erkenntnisse zu den Schwierigkeiten, die Arbeitsgebende und die IV mit Arbeitsnehmenden mit „schwierigem“ Charakter haben. Oft versteckt sich hinter diesem laienhaften Ausdruck eine psychische Störung. Die Erkenntnisse der Studie ergeben: Diese Arbeitsnehmenden belasten die Betriebe. In Betrieben mit unter 10 Angestellten gehen die Vorgesetzten von 50% der Arbeitsnehmenden aus, die jemals als „schwierige“ Mitarbeiter beurteilt wurden. In grösseren Unternehmen wird deren Anteil als 25% angegeben. In neun von zehn Fällen wird die Situation mit einer Kündigung gelöst. Gemäss der jüngsten IVG-Revision 6a sollten gerade diese Menschen beruflich wieder eingegliedert werden. Das kann an mehreren Punkten scheitern:

1. Zwar ist die Wahrnehmung des „schwierigen“ Verhaltens durch die Arbeitgeber und KollegInnen präzise. Aber die gewählten Interventionen sind gemäss der Studie leider nicht problemspezifisch. Führungskräfte müssten dafür geschult werden.
2. Die Teamkultur entscheidet wesentlich mit, wie belastend sich psychische Probleme eines Mitarbeitenden auswirken.
3. Die IV-Stellen lassen eine praxisnahe Unterstützung der Arbeitgeber vermissen.
4. Aus den vorangegangenen Erkenntnissen lässt sich schliessen, dass nicht nur die psychischen Probleme des Mitarbeiters sondern auch die Vorgesetzten, Teams, IV-Stellen auschlaggebend sind für den Verlauf gängiger Ausgliederungspraxis (neun von zehn betroffenen Mitarbeiter!), die sich nur mit gemeinsamer Anstrengung zu einer Wiedereingliederung entwickeln kann.

Angesichts der Häufigkeit psychischer Probleme am Arbeitsplatz sind Sozialversicherungen, Arbeitgeber und Politik nun gefordert, dieses Thema fundiert anzugehen und gemeinsam wirksame Lösungen zu entwickeln.“ Mit diesem Fazit schliesst Pro Mente Sana ihre Medienmitteilung. Die Studie kann auf der BSV-Homepage demnächst heruntergeladen werden.

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Selbstbestimmtes Leben Schaffhausen | 03.05.2011

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