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Brief aus Peru: "Eine Winner-Gesellschaft nach US Muster!"

04.10.2010 | ZSL | (Autor der Redaktion bekannt) | Schweiz

Lange Schlange von meist dunkelhäutigen...Wir zitieren einen Brief den uns ein behinderter Mann aus Peru zukommen liess.

Vielen Dank für ihre wertvollen Informationen. Ich hoffe dass die 6.IV Revision uns alle nicht so hart trifft, weil es das Schlimmste ist, was ein zivilisiertes Land tun kann. Unsere Regierung ist eine Regierung der Banken wie man wieder einmal mehr ersehen kann. Es ist keine Demokratie sondern eine Plutokratie.

Ich hoffe dass alle IV Rentner gegen diese unmenschlichen Kürzungen aufstehen und mit Ihrer und anderer guten Menschen Hilfe diese neoliberale Rechts-Regierung stoppen können und sie dazu bringen, am richtigen Ort zu sparen: z.B. bei den Staatsgarantien für Banken, Steuerermässigungen für Konzerne und reiche Leute, unnötige und schädliche Subventionen für Waffen und andere Exportgüter, Exportrisikogarantie, Militärbudget usw. usw.

Dank der SVP und ihren Wählern sind wir dahin gelangt wo wir jetzt sind. Ein asoziales Land wo die Schwachen ausgegrenzt  und verachtet werden und das auch noch populär ist. Eine Winner-Gesellschaft nach US Muster.

Man sieht schon jetzt wie gut eine solche Gesellschaft funktioniert. Millionen von Armen in Europa, Arbeitslose und IV Rentner auf der Strasse, was teurer kommt als wenn man ihnen helfen würde. Immer mehr Reichtum in weniger Händen von Multis und Banken und ein paar wenigen Milliardären, welche nur noch spekulieren und die Wirtschaft ruinieren.

Hier in Südamerika, in Peru, wo ich seid 15 Jahren wohne, sterben Millionen von Menschen vor Hunger und Krankheit wegen Rohstoffspekulation wie jetzt gerade wieder mit Getreide und Mais. Medikamente sind so teuer das ein normaler Arbeiter 2 oder drei Tage arbeiten muss um Antibiotika zu kaufen. Die Rohstoffe werden zu Schleuderpreisen an multinationale Konzerne verkauft welche ökologische Katastrophen hinterlassen und Brosamen an Royalties und Steuern. Wasser wird privatisiert und für die Exportlandwirtschaft vergeudet, während wir im Land Unter- und Mangelernährung haben. Die Exportprodukte sind teurer im Land als das wofür sie nach aussen in Devisen an die Grossisten verkauft werden.

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